Freitag, 3. Februar 2012
"Egal, wie sicher man sein konnte, dass es ein Happy End geben würde - den verschlungenen Wegen dorthin zu folgen, war immer wieder wunderbar!"
Sie hat den Mann ihres Lebens gefunden - doch sie weiß nicht wer es ist. Mit diesen Worten beginnt der Klapptext des Buches 'Ein Prinz für die Köchin' von Muriel Zagha. Der Titel mag simpel klingen, doch wer all meine Posts gelesen hat, weiß, dass die Bücher mit den dämlichsten Titeln häufig die besten sind. Soa auch mit diesem. Da ich ja ohnehin ganz versessen auf Bücher bin, die in Frankreich spielen (ich weiß wirklich nicht weshalb), war das Buch von Anfang an ein klarer Favorit. Aber auch die Geschichte, schon allein diese wunderbare Idee, auf der sie basiert, ist so einfühlsam erzählt, dass ich das Buch (und es ist wahrlich kein dünnes Buch) einfach nicht aus der Hand legen konnte. Erzählt wird von einer jungen englischen Frau, die endlich die Chance bekommt, ihre wahren Kochkünste zu zeigen, und das auch noch in einem schicken Restaurant an der Riviera. Erst einmal läuft natürlich alles anders als geplant, doch sie findet sich nach und nach zurecht in Saint-Jean-les-Cassis. Sie lernt den Umgang mit den Allüren ihrer Kollegen und Freunde, und schließlich, bei einer von ihr organisierten Valentinsparty, wird sie von einem Fremden beim Blinde-Kuh-Spielen geküsst. Es ist kein einfacher Kuss, nein, es ist DER Kuss. Und so macht sie sich auf die Suche nach ihrem Traumprinz, was viel schwerer wird, als es scheint. War es Bastién, ihr netter Kollege, der in sie verliebt ist? Oder doch eher Dimitri, der gutaussehende Griesgram? Doch letzten Endes findet sie ihn natürlich - der Letzte, mit dem sie je gerechnet hätte. Doch nicht nur die Liebe macht ihr Gedanken, auch der alte Besitzer der Bücherei, über der sie lebt, der die Liebe seines Lebens seit 20 Jahren nicht mehr gesehen hat, das Restaurant, das allmählich den Bach runtergeht, der exzentrische Chef, der eigentlich nur Liebeskummer hat, und natürlich ihre Künstleramilie in London, die keinen blassen Schimmer hat, dass sie eigentlich Köchin und nicht Künstlerin ist..
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