Donnerstag, 30. Mai 2013

Eric Saade/Manboy

Dieser Song ist schon sowas wie eine schwedische Nationalhymne, weil so ziemlich jeder Schwede den Text mitsingen kann. Eric Saade ist bei weitestem der sympathischste Mädchenschwarm (schon allein, weil er sich geoutet hat). Ich finde ja immer noch, dass er den Eurovision Song Contest 2011 hätte gewinnen sollen. In unseren Herzen ist er der Gewinner!


Sonntag, 26. Mai 2013

Xavier Dolan/J'ai tué ma mère (Ich habe meine Mutter getötet)

Ich habe diesen Film noch nicht gesehen, nur ein paar Ausschnitte davon (eben das, was man auf YouTube so findet) aber ich behaupte mal, dass es ein Lieblingsfilm wird. Ich habe bereits einen weiteren Film von Xavier Dolan gesehen, 'Les Amours Imaginaires', der ebenfalls grandios war. Es wird nicht so viel gesprochen wie in anderen Filmen, doch dadurch wird einem umso klarer, worum es wirklich geht - und man sieht, dass die Schauspieler den zu spielenden Charakter verkörpern können. So auch Xavier Dolan, der ein wahres Naturtalent zu schein seint. Er schreibt seine Drehbücher selbst, führt Regie, spielt eine der Hauptrollen und bei seinem zweiten Film war er außerdem für den Schnitt zuständig. Das Wichtigste an einem Film ist, meiner Meinung nach, die Musik. Mit der falschen Musik wirkt jeder noch so gute Schauspieler lächerlich. Im Film 'Les Amours Imaginaires' (der deutsche Filmtitel ist übrigens 'Herzensbrecher') kommt immer wieder die Cello Suite No. 1 (Prelude) von Bach. Seltsamerweise passt klassische Musik ganz ausgezeichnet zu dem exzessiven Lebensstil der Charaktere, den vielen Partys, Rauchen, Alkohol. Mich beeindrucken an Xavier Dolan's beiden Filmen ganz besonders diese unglaublich heftigen Emotionen, die Dramatik, die aber nie überladen oder fehl am Platz wirkt. Das sind echt Meisterwerke! Um euch einen kleinen Einblick zu gewähren, habe ich bewusst nicht den Trailer ausgewählt, sondern diese Szene:




Mittwoch, 22. Mai 2013

Sonntag, 19. Mai 2013

Mein Eurovision Voting 2013

Was haben wir gezittert und gehofft und was waren wir aufgeregt und gespannt. Und was waren wir enttäuscht, als die Buchmacher recht behielten und tatsächlich Dänemark den Grand Prix gewann. Ich frage mich, seit wann der ESC so berechenbar geworden ist. Natürlich weiß man jedes Jahr, dass die Ostblockländer ihren Nachbarländern die 12 Punkte geben, aber das gehört nunmal dazu. Weil mich das Ergebnis dieses Jahr so enttäuscht hat - nur Balladen in der Top 3 - dachte ich mir, ich mache meine eigene Wunschplatzierungsliste. Zwar kann ich mir nicht vorstellen, dass das Ergebnis jemals so ausgesehen hätte, aber darum geht es mir ja nicht. Hier wäre mein allerliebstes Voting - ich halte mich sogar an die Finalisten und hole nicht noch Montenegro und Mazedonien ins Rennen.


1.  Griechenland                                                          14. Island
2.  Schweden                                                                15. Russland
3.  Malta                                                                       16. Litauen
4.  Niederlande                                                            17. Estland
5.  Belgien                                                                    18. Moldau
6.  Ungarn                                                                    19. Großbrittanien
7.  Azerbaidschan                                                        20. Weißrussland
8.  Deutschland                                                            21. Finnland
9.  Norwegen                                                                22. Ukraine
10.Italien                                                                      23. Rumänien
11.Frankreich                                                              24. Spanien    
12.Dänemark                                                               25. Armenien
13.Georgien                                                                 26. Irland


Samstag, 11. Mai 2013

Gianluca Bezzina/Tomorrow (Malta)

Ich bin gerade richtig geschockt, da habe ich ja tatsächlich all diese mittelmäßigen Lieder vorgestellt und Malta vergessen. Gianluca ist insgesamt ja ein knuffiger Kerl, mit diesem freundlichen Lächeln sollte er eigentlich schon die Top 10 erreichen.


Freitag, 3. Mai 2013

Andrius Pojavis/Something (Lithuania)

Dieser Kerl kann überhaupt nicht singen, das Lied ist eigentlich auch eher ziemlich mittelmäßig, aber ihr müsst euch das Live-Video ansehen, weil er immer so knuffig grinst, lovely.

Donnerstag, 2. Mai 2013

Mittwoch, 1. Mai 2013

Eine schwarze Geschichte.

Es fühlt sich an als würde meine Welt zusammenbrechen. Ich liege in meinem Bett, eingerollt in Decken, versteckt unter Kissen, ein Stofftier im Arm das ich so fest an mich drücke, als würde ich es zerquetschen wollen. Eigentlich habe ich versucht zu schlafen, aber es geht einfach nicht. Nach den vielen Monaten die vergangen sind, seit ich dich das letzte Mal sah, ist der Schmerz immer noch so stark, so präsent. Eine Träne läuft quer über mein Gesicht, streicht über meinen Mund. Das Salz schmeckt so wie all die alten Wunden, die die Erinnerung und der Gedanke an dich wieder aufgerissen haben. Ich habe längst die Hoffnung aufgegeben, dass sie jemals heilen werden. Nur ein anderer könnte mich je retten, doch wäre es fair, einem anderen Menschen diese Last aufzubürden? Nein. Ich weiß nicht mehr was ich tun soll. Hab doch alles versucht – all die Filme gesehen, all die Dinge getan, die helfen sollten. Deine Lieblingsalben aus dem CD-Regal verbannt. Kontakt zu all jenen, die mit dir zu tun haben, abgebrochen. Hab doch mein Leben für dich aufgegeben, für nichts, nichts, nichts.


Tage später hab ich mich wieder aufgerafft. Diese Rückfälle kommen immer so unerwartet, dass man nie genug Wodka und Zigaretten im Haus hat. Rauche ohnehin viel zu viel seit du weg bist. Sie sagen 'Raucher sterben früher' aber sterben nicht auch die zu früh, die lieben? Verzweifelt, leidenschaftlich, unglücklich lieben? Sterben sie nicht auch aus Liebe, weil diese sie um den Verstand bringt, sie das Leben kostet? Und ist es dann nicht vollkommen egal, ob es nun das Nikotin war, das dein Inneres zerstörte, oder jene zerreißenden Gedanken?
Bin jetzt in der Stadt. Vorhin hat es geregnet, der Asphalt glänzt im schwachen Sonnenlicht. Es kommt mir immer so falsch vor, wenn die Sonne draußen scheint, aber in mir herrscht Sturm, Dunkelheit und Kälte. Da ist dieser heruntergekommene Kiosk, in dem es Tabakwaren und Spirituosen gibt, egal wie du aussiehst, woher du kommst und vor allem wie alt du bist. Ich schätze, das Vermissen hat mich ohnehin so zermürbt, dass ich um Jahre gealtert aussehe. Der Kioskbesitzer hinter der Ladentheke hat trübe Augen. All die Jahre haben seinen Blick verschwommen gemacht, rastlos, und dennoch unaufhaltsam; oder hat er auch einst geliebt und verloren? Ich weiß es nicht. Es interessiert mich nicht. Hab mein Interesse für die Welt und das Leben verloren, seit dem Tag, an dem dein Blick meinem auswich und den ihren einfing.

Ich stopfe den Tequila in meine Tasche, die Zigarettenschachtel ist schon ganz zerdrückt. Ich nehme mir eine zerknautschte Zigarette, zünde sie an, scheitere. Erst beim vierten Versuch klappt es. Der Regen hat wieder eingesetzt. Ich stülpe die Kapuze der alten, abgewetzten Trainingsjacke über meinen Kopf. Es ist kalt. Ich habe meinen Schal zuhause vergessen. Zuhause? Ich hab eigentlich keines mehr. Bin selten dort, wo ich früher immer war, treibe mich eher irgendwo herum, mit jenen zwielichtigen Menschen, die sich bereits ihr ganzes Leben ruiniert haben. Die süchtig sind. Nach Freiheit und Glück und Liebe. Dies nicht bekommen. Diese Drogen ersetzen müssen durch Heroin, durch Crystal Meth, durch Koks. Durch Kiffen, wenn sie eben erst angefangen hatten, langsam zu sterben. Wir leben in einer heruntergekommenen Gesellschaft. Niemanden schert es mehr, wie es dem Anderen geht. Alles was zählt sind Geld und Ruhm. Dass der gute Ruf erhalten bleibt. Schon merkwürdig, wie die Zeit einen verändert. Ich habe mal an eine gute Welt geglaubt. Damals, als ich noch glaubte, Liebe würde existieren. Als ich noch nicht wusste, dass jeder von uns ganz allein ist. Dass keiner den anderen versteht. Da wo dieser Glaube war, ist nur noch unglaublich großer Schmerz. Ein schwarzes, riesiges, klaffendes Loch, das seine Farbe verliert, aber nicht seine Bedeutung.

Robin Stjernberg/You (Sweden)

Wow, ich hoffe wirklich ich schaffe es bis zum 14. Mai (1. Halbfinale) all meine Favoriten vorzustellen! Bevor dann die Hälfte rausfliegt. Also das hier ist der Titelverteidiger aus Schweden, und da mein Herz nur für Schweden schlägt, hoffe ich natürlich dass Schweden wieder gewinnt! Und mal im Ernst, wenn man das Lied oft genug hört ist es irgendwann richtig gut. Also los.