Dienstag, 27. März 2012

Despedida

Si muero, dejad el balcón abierto.


El niño come naranjas.
(Desde mi balcón lo veo)
El segador siega el trigo
(Desde mi balcón lo siento.)


¡Si muero, dejad el balcón abierto!

(Federico García Lorca, 1927)

Montag, 26. März 2012

jango.com

Habe neulich etwas Wunderbares entdeckt. Und zwar http://www.jango.com/. Das ist eigentlich sowas wie Internetradio, nur dass du selbst bestimmen kannst, was du hören möchtest. Du suchst dir irgendeinen Interpret aus (Die Auswahl ist groß!) und dann spielt dein Sender deine Musik; die von dem ausgewählten Artist und die von ähnlichen Artisten. Das ist absolut großartig. Durch dieses Radio kenne ich jetzt tausende von guten Interpreten, die sonst niemand kennt. Ich kann Lieder hören, die auf YouTube nirgends zu finden sind. Und ich muss nicht ständig ein neues Lied starten, denn das passiert von selbst. Daumen hoch!

Freitag, 23. März 2012

Verfickte Verlieberei.

Ich hab es so satt. So satt. Die ganze Zeit diese im Kreis laufenden Gedanken, die sich nur um eine Person drehen. Das Weinen ständig unterdrücken zu müssen. Die traurigsten Lieder rauf und runter zu hören. Kitschige Filme anzuschauen und den ganzen Film (-zur Abwechslung mal-) durchzuheulen. Zu wissen, dass es wieder so ist, wie letztes Mal, dass es wieder ewig weh tun wird. Dass es ausgerechnet jemand ist, der dir so verdammt wichtig ist. Mit dem du über alles reden konntest, und der für dich da war, als dir letztes Mal dass Herz gebrochen wurde. Mit dem du so viele Erinnerungen teilst. Und weil dich doch sowieso alles, verdammt nochmal, an ihn erinnert. Und was will man auch dagegen tun? "Es gibt für jedes Problem eine Lösung", von wegen. Für die größten eben nicht. Sonst wären sie ja nicht so beschissen. Keine Lust mehr, verquollene Augen zu haben, jede Nacht das Gleiche zu träumen. Nicht mehr ständig gefragt werden wollen, was los ist, und irgendeine sinnlose Ausrede erfinden müssen. Songtexte analysieren, die wie auf die eigene Situation zugeschnitten sind. Ich will nicht ständig so tun müssen, wie wenn alles toll wäre, denn das ist es nicht. Jedes gesprochene Wort der Person des Herzens genauestens überdenken. Sich Hoffnungen machen, obwohl man doch genau weiß, dass es zu spät ist.

Aber hey, wahrscheinlich krieg' ich einfach nur meine Tage.

Freitag, 16. März 2012

Eat Pray Love

Julia Roberts in der Hauptrolle - schon allein aus dem Grund sollte man ihn anschauen. Eine hübsch erzählte Geschichte über eine Frau, die ihr Leben verändern will, weil sie in ihrem Leben, ihrer Ehe und ihrem Job nicht mehr glücklich ist. Liz lässt sich scheiden und beginnt eine Beziehung mit einem 28jährigen und somit deutlich jüngerem Schauspieler. Doch auch diese kurze Liasion macht sie nicht glücklich. Sie beschließt, ihren Traum zu reisen zu verwirklichen. Sie geht ein Jahr auf Reise nach Italien, Indien und Bali, um ihr Gleichgewicht und die Liebe zu sich selbst wiederzufinden. Sie lernt fremde Kulturen kennen und genießen. Sie beginnt, täglich zu meditieren und zu beten. Die Bilder dieses Films sind großartig, und auch die Handlung ist gut aufgebaut. Natürlich weiß man in dem Moment, als sie in Bali angefahren wird, dass sie sich in den Fahrer verlieben wird. Auf Umwegen geht es zum etwas anderen Happy End. Man kann selbst noch viel bei diesem Film lernen. Ideal, wenn man selbst mit seinem Leben unzufrieden ist und etwas verändern möchte.

(500) Days of Summer

Dieser Film ist wie Lindtschokolade mit hohem Kakaogehalt: Bittersüß aber dennoch ausgezeichnet. Ein Film, der so viel realer ist wie all die anderen. Der kein Happy End hat. Der Grußkartenschreiber Tom, der sich in die junge Assistentin Summer verliebt hat, muss dies auf leidvollem Weg erfahren. Für sie ist er nur eine kurze Affäre. Für ihn ist sie die große Liebe, auf die er sein Leben lang gewartet hat. Summer glaubt jedoch nicht an Liebe. Falls es in den kommerziellen Filmen so ist, dass die Frauen die Einfühlsameren sind, so ist es im Vergleich zu diesem Film genau andersherum. Schon nach dem ersten richtigen Gespräch zwischen den Beiden ist klar, dass sie ihm nur das Herz brechen wird. Joseph Gordon-Levit verkörpert den etwas naiven Tom (aber andererseits, wer ist nicht naiv, wenn er verliebt ist?) großartig, der immer wieder von der kessen Summer überrumpelt wird. Man beobachtet diese beiden unterschiedlichen Charaktere und möchte in manchen Momenten Tom anschreien, wieso er sich nur so von Summer behandeln lässt. Aber wenn man selbst einmal in solch einer Situation war, versteht man ihn. Toms ganzes Leben, seine Gefühle und Launen, sind nur von Summer abhängig. Behandelt sie ihn gut, ist er glücklich. Lässt sie ihn fallen, braucht er Unterstützung von seinen Freunden und der kleinen Schwester. Ganz besonders gefällt mir an diesem Film, dass er nicht so wie die meisten Liebesfilme aus der Sicht der Frau erzählt wird. Denn seien wir mal ehrlich: Es ist ja doch immer das Gleiche. Kerl fängt was mit Frau an, ruft sie nicht an, ruft sie doch an, und so weiter. Auch die Charaktere sind viel ausgeprägter wie in den herkömmlichen Kinofilmen. Man hält Summer im einen Moment für ein oberflächliches Flittchen, im nächsten jedoch gibt sie tiefgründige Gedanken von sich. Dennoch ist finde ich sie total unsymphatisch. Verzeiht mir meine Ausdrucksweise, aber ich finde, sie ist eine Schlampe. Und es ist immer so, dass sich die tollen Jungs in die Schlampen verlieben. Doch letzten Endes kommen sie darüber hinweg. Ich wüsste trotzdem gerne, ob Tom und Autumn heiraten oder er das gleiche Szenario durchleben muss wie mit Summer. Lasst uns auf eine Fortsetzung hoffen, denn bei diesem Film kann man das Risiko, denke ich, eingehen. Sehenswert!