Freitag, 20. Januar 2012
schlafen. essen.
Manchmal ist das Leben so sinnlos, dass man eigentlich nur noch den Grunddingen nachgeht, um nur noch zu überleben. Ich versinke seit sehr langer Zeit im (Gefühls)Chaos und ich habe festgestellt, dass das Einzige, wenn man absolut verzweifelt ist, schlafen ist. Wenn du wirklich nicht mehr weißt, was du tun sollst, vom Weinen total müde, erschöpft und fertig bist, hilft nur noch schlafen. Denn das ist so die ziemlich einzige Zeit, in der man nicht denkt. Problem: Wenn man von seinen Problemen träumt. Aber selbst das ist noch angenehmer, als sich in jeder wachen Minute den Kopf zu zerbrechen. Meistens ist man ja eh nur deprimiert wegen Dingen, die sich ohnehin nicht ändern lassen, zum Beispiel Liebeskummer. Unlösbare Probleme sind einfach scheiße. In solchen Momente denke ich an den Kindergarten zurück und wie einfach damals alles war. Da hat deine Freundin auf deinen Lieblingspulli gemalt, und du hast 'Blöde Kuh' zu ihr gesagt und am nächsten Tag wart ihr wieder beste Freundinnen. Du hast dir den Kopf angeschlagen, aber mit einem Prinzessinenpflaster und einem Eis war alles wieder gut. Damals war alles noch so einfach. Als ich neulich ein Praktikum im Kindergarten gemacht habe, habe ich festgestellt, dass du weinende Kinder einfach nur in den Arm nehmen und 'Alles wird gut' sagen musst und damit ist ihre Welt wieder in Ordnung. Manchmal, wenn ich solche fürchterlichen Nachrichten höre, über Vergewaltigung, Mord, möchte ich einfach vor allem Unglück der Welt die Augen verschließen. Was ist das nur für eine Welt, in der es so viel Leid gibt? Aber dann wird einem wieder das Grundprinzip der Welt klar; es geht nur ums nackte Überleben.
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