Freitag, 11. Mai 2012
Lilien im Sommerwind..
..Oder auch: Wie trügerisch die Namen von Büchern doch sein können. Ich habe dieses Buch aus dem Regal genommen, dachte 'Klingt wie ein schnulziger Roman, genau das Richtige.' und begann zu lesen. Nach den ersten 20 Seiten war ich entsetzt. Nach den nächsten 100 so gefesselt an die Geschichte, dass ich nicht mehr aufhören konnte. Am Ende des Buches habe ich geweint. Es war 1.00 nachts, Donnerstag beziehungsweise Freitagmorgen, ich fühlte mich schrecklich, war unglaublich verzweifelt und traurig. Mein Vater machte mir eine heiße Schokolade, wir haben Musik gehört und geredet. Danach ging es mir besser. Warum ich so verzweifelt war? Dieses Buch ist grausam. Die achtjährige Hope, die beste Freundin der Hauptperson Tory Bodeen, wird vergewaltigt und erwürgt. Genau ein Jahr später passiert das Gleiche, das Opfer sah Hope sehr ähnlich. So geht es Jahr für Jahr weiter. Tory wird erwachsen, haut von zu Hause ab, weil ihr Vater ihr gegenüber körperliche Gewalt anwendet. Falls ihr noch mehr Details wollt, lest den Wiki-Artikel, das Buch wurde von Nora Roberts geschrieben. Das Grausamste daran ist nicht nur, dass die Vergewaltigungsszenen sehr detailliert beschrieben werden, sondern vor allem, dass es solch kranke Menschen tatsächlich gibt. Ich frage mich, wie viel muss im Leben dieser Menschen falsch gelaufen sein?
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