Mittwoch, 30. Januar 2013
Autismus
Von dem Kabarettisten Nico Semsrott kommt der Spruch "Autismus ist doch keine Krankheit, Autismus ist ein Geschenk." Und meiner Meinung nach hat er damit gar nicht mal so Unrecht. Ich schaue selten die Tagesthemen. Nicht weil es mich nicht interessiert - es macht mich traurig und wütend zugleich, und ich komme mir so sinnlos vor, weil ich absolut nichts dagegen unternehmen kann. Klar, Entwicklungshilfe, Kleiderspenden etc. - aber mal im Ernst, wie vielen Menschen nützt das schon? Ich habe oft das Gefühl, dass viele Menschen Organisationen wie UNICEF nur unterstützen, weil sie dadurch gut dastehen und für ihr Engagement bewundert werden. Sicherlich ist ein bisschen Hilfe besser als gar keine, aber trotzdem entschieden zu wenig. Zurück zum Thema: Wenn ich mir also die Nachrichten anschaue, wünsche ich mir oft, ich würde weniger mitbekommen von alldem. Es sind ja nicht nur die weltweiten Katastrophen, auch tragische Geschehnisse im direkten Umfeld sind es, die einen dazu veranlassen ins Bett zu kriechen und nie mehr rauszukommen. An manchen Tagen beschäftigt man sich kaum mit Problemen, an anderen dafür so sehr, dass es nicht gesund sein kann. Ich weiß nicht, wie es anderen Menschen geht, jeder Mensch geht anders mit Schmerz und Verlust um, aber ich bin mir sicher, dass jeder mal zu dem Punkt kommt, an dem er am liebsten komplett abschalten würde, sei es jetzt wegen der Wirtschaftskrise oder dem Tod eines Verwandten. Oft sind es viele Faktoren, die einen zum Verzweifeln bringen. Selten kommt ein Problem allein. Entweder ist es zu viel von allem oder viel zu wenig. Es ist wie mit der Liebe: Sie ist genau so ungerecht verteilt auf der Welt wie Regen.
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Ich verstehe den Zusammenhang zu Autismus nicht.
AntwortenLöschenMeinst du, Autisten bekämen das alles prinzipiell nicht mit?