Ich hab es so satt. So satt. Die ganze Zeit diese im Kreis laufenden Gedanken, die sich nur um eine Person drehen. Das Weinen ständig unterdrücken zu müssen. Die traurigsten Lieder rauf und runter zu hören. Kitschige Filme anzuschauen und den ganzen Film (-zur Abwechslung mal-) durchzuheulen. Zu wissen, dass es wieder so ist, wie letztes Mal, dass es wieder ewig weh tun wird. Dass es ausgerechnet jemand ist, der dir so verdammt wichtig ist. Mit dem du über alles reden konntest, und der für dich da war, als dir letztes Mal dass Herz gebrochen wurde. Mit dem du so viele Erinnerungen teilst. Und weil dich doch sowieso alles, verdammt nochmal, an ihn erinnert. Und was will man auch dagegen tun? "Es gibt für jedes Problem eine Lösung", von wegen. Für die größten eben nicht. Sonst wären sie ja nicht so beschissen. Keine Lust mehr, verquollene Augen zu haben, jede Nacht das Gleiche zu träumen. Nicht mehr ständig gefragt werden wollen, was los ist, und irgendeine sinnlose Ausrede erfinden müssen. Songtexte analysieren, die wie auf die eigene Situation zugeschnitten sind. Ich will nicht ständig so tun müssen, wie wenn alles toll wäre, denn das ist es nicht. Jedes gesprochene Wort der Person des Herzens genauestens überdenken. Sich Hoffnungen machen, obwohl man doch genau weiß, dass es zu spät ist.
Aber hey, wahrscheinlich krieg' ich einfach nur meine Tage.
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